TEAM-SAFE / OrderPoint

Bedienungsanleitung · Stand 24.10.2026

Alles für deinen Start.
Und den täglichen Betrieb.

Beginne mit den Zugängen. Richte danach deinen Betrieb, fiskaly, Zahlungen und Drucker ein.

1. Zuerst anmelden und PINs ändern

Öffne OrderPoint und tippe auf der Startseite auf das Schloss-Symbol oben rechts. Im Fenster „Anmeldung“ gibst du die passende PIN ein und tippst auf Weiter.

Administrator · Verwaltung1234Standard-PIN bei einer frischen Einrichtung
Mitarbeitende · Bestellungen0000Standard-PIN bei einer frischen Einrichtung
Vor dem ersten Kundenbetrieb beide PINs ändern. Diese Standardwerte sind öffentlich bekannt. Bereits geänderte PINs werden durch diese Anleitung nicht zurückgesetzt.
  1. Mit 1234 die Verwaltung öffnen, sofern noch die Standard-PIN gilt.
  2. Zum Bereich Benutzer & PINs scrollen.
  3. Bei Admin-PIN eine eigene PIN eintragen, bei Mitarbeiter-PIN eine andere. Verwende nur Ziffern, zwei verschiedene PINs und höchstens acht Stellen; keine leeren Felder hinterlassen.
  4. Die Eingaben werden unmittelbar gespeichert. Es gibt hier keinen zusätzlichen „Sichern“-Schritt.
  5. Verwaltung schließen und beide Zugänge mit den neuen PINs prüfen. Auf jedem weiteren iPad separat wiederholen.

Die Admin-PIN öffnet die gesamte Verwaltung. Die Mitarbeiter-PIN öffnet die Bestellübersicht. Diese enthält aktuell auch Storno, Nachdruck und „Abgeholte entfernen“; sie ist kein ausschließlich lesender Zugang. Gib sie nur entsprechend befugten Personen.

PIN vergessen? Prüfe zunächst deine interne, sichere Dokumentation und wende dich an die betreuende Stelle. Es gibt in der App keinen „PIN vergessen“-Dialog und keinen dokumentierten Universalcode. Lösche die App nicht zur Problemlösung: Dabei können lokale Betriebsdaten verloren gehen.

2. Ersteinrichtung vorbereiten

Richte zuerst ein einzelnes iPad vollständig ein. Weitere Geräte kommen erst danach hinzu. Musterartikel, Beispielbilder und voreingestellte Drucker-IP-Adressen sind Verkaufs- und Einrichtungsbeispiele und müssen zu deinem Betrieb passen.

  • iPad: Stromversorgung, stabiles Betriebs-WLAN, korrektes Datum und Uhrzeit, Internetzugang für fiskaly und Kartenzahlung.
  • Betriebsdaten: Name, Anschrift, steuerliche Angaben und dauerhaft eindeutige Kassen-Seriennummer.
  • Speisekarte: eigene Artikel, Bruttopreise, bestätigte Steuersätze, Allergene und eigene Fotos.
  • fiskaly: eigener Zugang, freigeschaltetes SIGN DE, zusammengehöriges API-Key/Secret-Paar der richtigen Organisation und Umgebung.
  • Kartenzahlung: freigeschaltetes Zettle-Händlerkonto für EUR, kompatibler PayPal-/Zettle-Leser und dessen Stromversorgung.
  • Drucker: genaue Modell- und Schnittstellenbezeichnung, IP-Adresse, passende Papier-/Farbbandversorgung und Netzwerkanschluss.
  • Betriebsablauf: Verantwortliche für Bargeld, Ausgabe, Storno, Datensicherung und Störungen festlegen.

Erlaube den Zugriff auf das lokale Netzwerk, wenn iPadOS danach fragt. Für den Kartenleser können zusätzlich Bluetooth- und gegebenenfalls Standortfreigaben erforderlich sein. Eigene Bilder wählst du über die Fotoauswahl aus. Fehlende Berechtigungen kannst du in den iPad-Einstellungen bei OrderPoint prüfen.

Die App speichert wichtige Daten auf dem Gerät. WLAN-Synchronisation ist kein Server-Backup. Vor einem produktiven Einsatz müssen Belegarchiv, Sicherung und die steuerliche Gesamtlösung geklärt sein; siehe Funktionsstand.

3. Firmenprofil und Kassenkennung

Verwaltung → Firmenprofil → Firmenprofil bearbeiten

  1. Name / Restaurant und gegebenenfalls Inhaber eintragen. Ersetze die voreingestellten Beispieldaten vollständig.
  2. Straße und Nr., PLZ und Ort eintragen.
  3. Telefon und E-Mail ergänzen, soweit gewünscht.
  4. Eine Kassen-Seriennummer dauerhaft festlegen. „Geräte-Kennung automatisch einsetzen“ kann eine Gerätekennung übernehmen. Alternativ eine eigene eindeutige Kennung verwenden. Die Angabe muss mit der bei fiskaly registrierten Kasse übereinstimmen.
  5. Für den hier beschriebenen Zettle-Betrieb EUR wählen. Andere angezeigte Währungen bedeuten keine Freigabe für Kartenzahlung in diesen Währungen.
  6. Steuernummer und/oder USt-IdNr. entsprechend den für deinen Betrieb erforderlichen Angaben ergänzen und prüfen lassen.
  7. Mit Sichern abschließen.

Die App prüft als Mindestumfang Name, Straße, PLZ, Ort und Kassenkennung. Eine erfolgreiche Speicherung ist keine Prüfung aller rechtlich erforderlichen Angaben. Fehlende Mindestangaben blockieren den Bestellabschluss.

Mehrere Kassen: Das Firmenprofil einschließlich Kassenkennung wird zwischen verbundenen Geräten übertragen. Deshalb ist die eindeutige Zuordnung pro Kassengerät im aktuellen Stand gesondert zu klären. Nicht mehrere produktive Kassen unkontrolliert mit derselben Kassen-/Client-Kennung betreiben.

4. fiskaly SIGN DE vollständig einrichten

Verwaltung → TSE / Finanzamt → fiskaly (SIGN DE) → Zugangsdaten / einrichten

Die TSE sichert Kassenvorgänge mit Signaturen ab. fiskaly SIGN DE ist die direkt eingebaute Cloud-Anbindung. Dafür benötigt das iPad eine funktionierende Internetverbindung. Ein fiskaly-Vertrag und dessen Kosten werden separat organisiert.

4.1 Die Begriffe auseinanderhalten

AngabeBedeutung
App-Admin-PINÖffnet OrderPoint. Anfangs 1234; anschließend deine eigene PIN.
fiskaly-KontozugangAnmeldung im Anbieterportal zur Verwaltung deiner Organisation und Produkte.
api_key + api_secretZusammengehörige Zugangsdaten für die Verbindung der App mit fiskaly. Kein App-Passwort.
TSS-/Geräte-IDKennung der fiskaly-Sicherheitseinrichtung; nicht die iPad-Seriennummer.
Kassen-/Client-IDTechnische Kennung der bei dieser TSS registrierten Kasse.
TSE-Admin-PIN und Admin-PUKSeparate Verwaltungs- und Wiederherstellungsdaten der TSS. Sicher und getrennt dokumentieren.
Kassen-SeriennummerDauerhafte Kennung der Kasse; dieselbe Zuordnung im Firmenprofil und bei fiskaly verwenden.

4.2 Zugang bei fiskaly vorbereiten

  1. Im fiskaly HUB anmelden beziehungsweise ein Konto anlegen und die E-Mail bestätigen.
  2. Die zum Betrieb gehörende Organisation und die Berechtigung für SIGN DE einrichten lassen. Die genaue Portalansicht hängt vom Kontotyp ab.
  3. Für die gewünschte Umgebung ein API-Zugangspaar erstellen oder von deiner zuständigen Administration erhalten. Key und Secret müssen aus derselben Erstellung stammen.
  4. Zuerst eine getrennte Testeinrichtung planen. Für den späteren Echtbetrieb die produktiven Zugangsdaten und produktiven TSS-/Client-IDs verwenden.
  5. Alle Zugangsdaten in einem betrieblichen Passwortmanager sichern. Keine Schlüssel oder Secrets in öffentliche Anleitungen, Support-Screenshots oder frei zugängliche Serverordner schreiben.

4.3 Zugangsdaten in OrderPoint eintragen

  1. In der Verwaltung nur den vorgesehenen TSE-Anbieter aktivieren. Pro Kasse nur eine TSE scharf schalten.
  2. Zugangsdaten / einrichten öffnen.
  3. Bei Endpoint / Basis-URL für die eingebaute SIGN-DE-Anbindung diese vollständige Adresse verwenden:
    https://kassensichv-middleware.fiskaly.com/api/v2
  4. api_key und api_secret exakt einfügen. Keine Leerzeichen, abgeschnittenen Zeichen oder fremden Beispiele verwenden. „api_secret anzeigen (zum Prüfen)“ nur ohne Zuschauer benutzen und anschließend wieder verbergen.
  5. Wenn bereits eine korrekt eingerichtete TSS und Kasse existieren: deren TSS-/Geräte-ID und Kassen-/Client-ID eintragen. In diesem Fall keine weitere TSS über die Ersteinrichtung anlegen.

4.4 Neue TSS und Kasse einmalig anlegen

Dieser Schritt ist nur für eine noch nicht eingerichtete Kasse gedacht. Bereits vorhandene IDs weiterverwenden, sofern sie für genau diese Kasse und Umgebung vorgesehen sind.

  1. Im Bereich Erst-Einrichtung (einmalig) eine eigene Wunsch-Admin-PIN für die TSS eingeben. Das ist nicht die App-PIN 1234 und nicht die Mitarbeiter-PIN.
  2. Unter Kassen-Seriennummer die vorher festgelegte Kennung eintragen. Den Beispielwert POS-001 nicht ungeprüft übernehmen.
  3. TSS + Kasse bei fiskaly anlegen einmal antippen und das Ergebnis abwarten. Die App legt die TSS an, setzt deren Admin-PIN, initialisiert sie und registriert den Client.
  4. Nach Erfolg die ausgegebenen IDs prüfen. Den angezeigten Admin-PUK sofort sicher aufbewahren, zusammen mit TSS-Zuordnung und TSE-Admin-PIN. Er wird in diesem Ablauf nur hier angezeigt.
  5. Zum Abschluss Sichern wählen, damit die Konfiguration einschließlich der IDs in OrderPoint übernommen wird.
Abbruch oder Zeitüberschreitung? Nicht mehrfach „Anlegen“ drücken. Ein Teil der Einrichtung kann beim Anbieter bereits erfolgt sein; ein neuer App-Aufruf erzeugt neue IDs. Zuerst im fiskaly-Portal beziehungsweise mit dem Support den erreichten Zustand und die vorhandenen IDs prüfen.

4.5 Verbindung und Testsignatur prüfen

  1. Verbindung testen ausführen. Ein erfolgreicher Test bestätigt den Zugang; er beweist noch nicht, dass jeder Beleg korrekt signiert oder archiviert wird.
  2. Bei erkannten Testzugängen mit Präfix test_ erscheint 1-Euro-Testsignatur prüfen. Dafür müssen TSS- und Client-ID vorhanden sein.
  3. Diese Funktion erzeugt einen Testvorgang bei fiskaly. Sie kassiert kein Geld und druckt keinen Verkaufsbon. Testdaten getrennt vom Echtbetrieb behandeln.
  4. Bei Bedarf TEST-Signaturen für Testbelege aktivieren und Sichern wählen. Solche Belege sind keine Produktivsignaturen.

4.6 Auf Echtbetrieb umstellen

  1. Produktivvertrag und freigeschalteten Zugang prüfen. TEST-Key, TEST-Secret und TEST-IDs durch die zusammengehörigen Produktivdaten ersetzen.
  2. Eine produktive TSS und deren Client entweder gezielt neu einrichten oder die vorgesehenen bestehenden IDs übernehmen.
  3. Verbindung testen, anschließend TSE scharf schalten (signiert Belege) aktivieren und Sichern wählen. Der Anbieter muss zusätzlich in der Hauptliste eingeschaltet sein.
  4. Den vollständigen Zahlungs- und Belegablauf mit einer dafür vorgesehenen, echten Transaktion prüfen. Betrag, Zahlart, Steueraufteilung und zurückgelieferte Signatur mit dem Anbieter abgleichen.
  5. Belegarchiv, Exportverfahren und gegebenenfalls erforderliche Kassenmeldung mit der zuständigen Betreuung klären. Diese Aufgaben werden durch den Schalter nicht automatisch erledigt.

Wichtig zum aktuellen Verhalten: Nach einer erfolgreichen Zahlung versucht OrderPoint zu signieren. Scheitert das, kann trotzdem eine Bestellung mit dem Hinweis „TSE-FEHLER: keine Signatur erhalten“ entstehen. Die Zahlung kann dann bereits erfolgt sein. Nicht erneut kassieren, sondern Zahlung, Vorgang und Störung dokumentieren und fachlich klären. Eine automatische nachträgliche Signierung ist hier nicht zugesichert.

„Zugangsdaten löschen (Testdaten entfernen)“ leert die lokalen Eingaben und deaktiviert die Scharfschaltung nach dem Speichern. Es löscht keine TSS beim Anbieter. Die weiteren angezeigten Anbieter benötigen eine gesondert eingerichtete, passende Adapter-Anbindung; sie sind durch die bloße Auswahl noch nicht betriebsbereit.

Anbietergrundlagen: fiskaly Integrationsablauf und Aufbewahrung des Admin-PUK. Die beschriebenen App-Schaltflächen wurden mit dem Projektstand vom 24.10.2026 abgeglichen.

5. Zahlungsarten und Kartenleser einrichten

Verwaltung → Bezahlen

OrderPoint führt Barzahlung, Kartenzahlung über Zettle by PayPal und Gutschein/Rabattcode. SumUp, Stripe und Adyen sind hier keine auswählbaren Kartenanbieter.

5.1 Kartenzahlung mit Zettle

  1. Ein betriebsbereites Zettle-Händlerkonto und einen kompatiblen PayPal-/Zettle-Kartenleser bereitstellen. Prüfe, welchem Betrieb die Auszahlungen zugeordnet sind.
  2. Bei Kartenzahlung die Zugangsdaten öffnen.
  3. Die optionale Zettle Konto-E-Mail eintragen, wenn das Konto fest vorgegeben werden soll. Sie muss zur Anmeldung passen.
  4. Ein Affiliate / Partner-BN-Code ist optional. Nur einen tatsächlich zugewiesenen Code verwenden; sonst leer lassen.
  5. Zettle-Konto / Kartenleser einrichten öffnen. In der Anbieteroberfläche anmelden und den Leser nach dessen Anweisungen koppeln. Berechtigungen zulassen und Leser laden.
  6. Kartenzahlung eingeschaltet und Angebunden aktivieren. Mit Sichern übernehmen.
  7. Einen bewusst freigegebenen, kleinen Echtbetrag prüfen. Das Händlerkonto, den Betrag und die erfolgreiche Verbuchung kontrollieren. Das ist eine echte Zahlung, keine Simulation.

Client-ID und Callback sind im aktuellen OrderPoint bereits Bestandteil der App und werden nur angezeigt. Käufer müssen dafür keine eigene Entwickler-App anlegen. Die Callback-URL ist die Rücksprungadresse zur App nach einer Anbieteranmeldung; sie ist keine Drucker-IP und keine normale Website. Sie wird durch den App-Herausgeber eingerichtet.

Die Kartenkachel erscheint im Checkout nur, wenn sie eingeschaltet und als angebunden gespeichert ist und die eingebaute SDK-Konfiguration die Prüfung besteht. Der Schalter „Angebunden“ prüft jedoch nicht selbst, ob der Leser gerade erreichbar oder das Konto angemeldet ist.

Nach einer Änderung der Konto-Konfiguration die App vor der nächsten Zahlung neu starten. „Zugangsdaten löschen“ ersetzt keine bestätigte Abmeldung aus dem Anbieter-SDK. Bei Kontowechsel das tatsächlich angemeldete Händlerkonto in den Anbieter-Einstellungen kontrollieren.

5.2 Barzahlung

Die Barzahlung kann in der Liste ein- oder ausgeschaltet werden. Die App erkennt keinen Bargeldeingang und steuert hier keinen Bargeldautomaten. Sie behandelt die Auswahl bei Bestätigung als erfolgreich. Deshalb nur mit einem klaren, durch Personal kontrollierten Kassierablauf verwenden; für unbeaufsichtigte Kartenselbstbedienung Barzahlung ausschalten.

5.3 Gutscheine

Der Gutschein wird über das Codefeld im Checkout eingelöst. Es ist keine eigenständige Kartenart. Im aktuellen Stand handelt es sich um Rabattcodes; die App führt kein Guthabenkonto für verkaufte Wertgutscheine und keine automatische Einmal-Entwertung. Einrichtung siehe Rabattcodes.

Anbietergrundlagen: Zettle iOS SDK und Anmeldung und Initialisierung. Der SDK-Funktionsumfang des Anbieters ist größer als die hier eingebaute OrderPoint-Anbindung.

6. Drucker per IP oder AirPrint einrichten

Verwaltung → Drucker → Neuer Drucker / Bearbeiten

6.1 Anschluss und IP-Adresse

  1. Prüfe das konkrete Druckermodell und die tatsächlich eingebaute Schnittstelle. Eine kleine telefonähnliche Buchse kann der Kassenladenanschluss sein. Sie ist kein LAN-Anschluss.
  2. Netzwerkdrucker am passenden LAN/Ethernet-Anschluss mit dem Betriebsnetz verbinden. Nicht an FON/Telefon der FRITZ!Box anschließen. Die Anschlussbezeichnung am Gerät ist maßgeblich.
  3. Die IP-Adresse am Drucker-Netzwerkstatus oder in der Router-Geräteliste ermitteln. Für den Kundenstandort eine feste Zuordnung beziehungsweise DHCP-Reservierung einrichten lassen.
  4. iPad und Drucker in ein gegenseitig erreichbares Netzwerk bringen. Ein isoliertes Gäste-WLAN kann die Verbindung verhindern.

Jeder Kunde verwendet die IP-Adressen seines eigenen Netzes. Die voreingestellten Adressen in OrderPoint sind Beispiele und werden nicht automatisch passend gemacht.

6.2 Netzwerk-Bondrucker

  1. Neuer Drucker öffnen und einen eindeutigen Namen vergeben, etwa „Theke Beleg“.
  2. Als Typ Netzwerk wählen.
  3. Die echte IP-Adresse eingeben, ohne http://. Beim Port ist 9100 der Standard der vorhandenen ESC/POS-Anbindung; nur bei passender Druckerkonfiguration ändern.
  4. Die Station auswählen: Küche, Ausgabe / Sammler oder Kundenbeleg.
  5. Online einschalten, mit Sichern übernehmen und Testdruck ausführen.
  6. Den tatsächlichen Papierausdruck prüfen: lesbare Zeichen, richtige Station, passender Vorschub und gegebenenfalls Abschneiden.

„Online“ ist eine manuelle Freigabe und keine automatische Erreichbarkeitsmessung. Die Druckvorschau belegt nur, dass ein Auftrag erstellt wurde; sie bestätigt nicht, dass Papier ausgegeben wurde.

6.3 AirPrint

Für einen geeigneten AirPrint-Drucker AirPrint auswählen, seine IP-Adresse eintragen, Station und Online-Schalter setzen und sichern. Die vorhandene Anbindung sendet an ipp://IP-Adresse/ipp/print. Das Druckermodell muss diesen Weg unterstützen. Mehrere AirPrint-Aufträge werden nacheinander abgearbeitet. Ein normaler AirPrint-Drucker ist nicht automatisch ein ESC/POS-Bondrucker.

6.4 Stationen und Ersatzdrucker

StationZweck
KücheArtikel, Mengen und übertragene Extras für die Zubereitung.
Ausgabe / SammlerBestellübersicht, Bestellnummer und Zuordnung zur Ausgabe.
KundenbelegBetriebsdaten, Beträge, Steuerangaben, Zahlart und vorhandene TSE-Daten.

Pro Station wird der erste passende Hauptdrucker verwendet. Ein als Ersatzdrucker und Online markierter Drucker kann Aufträge übernehmen, wenn der Hauptdrucker nicht als Online freigegeben ist. Das wird als Umleitung gekennzeichnet. Es gibt keine zugesicherte automatische Umschaltung nach einem unbemerkten Netzwerkfehler. Bei Papiermangel oder Störung den Zustand aktiv prüfen und gegebenenfalls den Hauptdrucker manuell offline setzen.

Testdruck: Die Funktion sendet einen Beispielauftrag mit „Testartikel“, Nummer 999 und 1,00 Euro. Sie kassiert nichts und legt keine bezahlte Bestellung an. Solche Ausdrucke eindeutig als Test behandeln und nicht als Verkaufsnachweis verwenden.

Epson TM-U220B: Entscheidend ist seine konkrete Schnittstellenausstattung. Ein Kassenladenanschluss macht ihn nicht netzwerkfähig. Modell und Zeichensatz müssen vor Nutzung mit dem vorhandenen Druckweg getestet werden. Ein allgemeiner Bluetooth-Druckweg sowie native Thermo-QR-Ausgabe werden hier nicht zugesichert. TSE-QR-Inhalt wird derzeit als Text mitgegeben; das ist kein garantiert scanbarer QR-Code.

7. Artikel, Kategorien, Preise und Steuern

Verwaltung → Produkte / Kategorien

7.1 Kategorien anlegen

Mit Neue Kategorie eine Kategorie erstellen, Titel und Symbol festlegen und speichern. Vorhandene Kategorien antippen, um sie zu bearbeiten. Zum Löschen nach links wischen. Ein Kategorie-Löschen entfernt nicht automatisch deren Artikel: Sie werden für Kunden unsichtbar, bis sie einer bestehenden Kategorie zugeordnet sind.

7.2 Artikel anlegen oder ändern

  1. Neues Produkt wählen oder einen bestehenden Artikel antippen.
  2. Name, verständliche Beschreibung und bei Bedarf Emoji eintragen.
  3. Preis in Euro als Bruttopreis eingeben. Dezimalbeträge sorgfältig kontrollieren, etwa 8,50.
  4. MwSt Hier essen % und MwSt Mitnehmen % mit den für diesen Artikel bestätigten Werten belegen. Vorausgefüllte Beispiele sind keine steuerliche Empfehlung.
  5. Die Kategorie auswählen. Bei Speisen steht zusätzlich die Gruppe Burger, Hauptgerichte oder Beilagen zur Verfügung.
  6. Foto, Allergene und Hinweise ergänzen. Verfügbar einschalten und Sichern wählen.
  7. Den Artikel anschließend im Kundenbereich öffnen und Preis, Beschreibung, Bild und Auswahlmöglichkeiten prüfen.

Der Verfügbarkeitsschalter in der Produktliste blendet Artikel für Kunden aus oder wieder ein. Er ist keine Lagerzählung. Dauerhaftes Löschen über den Produkteditor ist etwas anderes als „ausverkauft“ schalten.

7.3 Kombi-Menüs mit geteilten Steuern

Kombi (geteilte MwSt) teilt einen Menüpreis rechnerisch in Essen und Getränk. Trage den Essen-Anteil in Prozent und die jeweils zutreffenden Steuersätze für Hieressen und Mitnehmen ein. Der übrige Anteil wird dem Getränk zugeordnet. Anteile müssen sinnvoll sein und zusammen 100 Prozent ergeben. Diese Funktion erstellt nicht automatisch eine frei zusammenstellbare Menüauswahl.

Kombis, Rabatte und Trinkgeld unbedingt gemeinsam im Abnahmetest prüfen. Die gespeicherten Bestellungen bewahren derzeit die vollständige ursprüngliche Kombi-Steueraufteilung nicht auf; Nachdruck und Storno können diese nicht zuverlässig rekonstruieren.

7.4 Burger-Extras

Artikel in der Kategorie Speisen mit der Gruppe Burger erhalten derzeit eine feste Auswahl für Anpassungen, Extras und Beilagen. Diese Auswahl ist kein frei bearbeitbarer Variantenbaukasten. Insbesondere werden kostenlose Mehrfach-Anpassungen wie „Ohne Zwiebeln“ im aktuellen Stand nicht zuverlässig in Warenkorb und Küchenbon übernommen. Solche Wünsche bis zur Korrektur direkt mit dem Personal abstimmen und nicht allein auf die Auswahl vertrauen.

„Produkte auf Standard zurücksetzen“ und „Kategorien zurücksetzen“ ersetzen deine Einrichtung durch Beispielbestände. Nicht zur normalen Fehlerbehebung im laufenden Betrieb verwenden.

8. Eigene Bilder, Allergene und Auftritt

8.1 Produktfotos

Im Produkteditor Bild wählen beziehungsweise Bild ändern antippen, ein eigenes Foto aus der Fotoauswahl wählen und den Artikel sichern. Eigene Produktbilder haben Vorrang vor den mitgelieferten Demofotos. Verwende Motive, die dein tatsächliches Angebot zeigen und für die du die nötigen Rechte besitzt.

Ein ruhiger Hintergrund, ähnlicher Ausschnitt und einheitliche Beleuchtung lassen die Karte professionell wirken. Die App verarbeitet Fotos quadratisch; wichtige Inhalte daher mit Abstand zum Rand fotografieren. Nach dem Import die Kachel und die Detailansicht kontrollieren. Mit Bild entfernen das eigene Foto entfernen. Bei bekannten Demoartikeln kann dann wieder das Demobild erscheinen; bei anderen Artikeln ein Platzhalter.

8.2 Allergene und Hinweise

Unter Allergene auswählen die zutreffenden Einträge markieren und bei Zusatzstoffe / Hinweise ergänzende Angaben eintragen. OrderPoint zeigt die Angaben in der Produktansicht. Es erkennt keine Zutaten und prüft keine Rezepte. Bei Änderungen der Rezeptur oder Lieferanten die Angaben neu kontrollieren; Extras und Kombis berücksichtigen.

8.3 Restaurant-Design

Verwaltung → Restaurant-Design → Design bearbeiten

Obere Zeile, Hauptzeile, untere Zeile und Slogan an den Betrieb anpassen. Akzentfarbe auswählen und mit Sichern übernehmen. Die Akzentfarbe wirkt an dafür vorgesehenen Stellen und ersetzt nicht automatisch alle festen Farben der Kundenoberfläche.

Mit Logo wählen / Logo ändern ein eigenes Logo übernehmen und die Darstellung prüfen. Logo entfernen entfernt das lokale Logo. Logo und Werbebild bei weiteren iPads gesondert prüfen und dort bei Bedarf neu auswählen.

9. Rabattcodes und Zusatzverkauf

9.1 Gutschein-/Rabattcode einrichten

Verwaltung → Gutscheine & Rabatte → Neuer Gutschein

  1. Einen eindeutigen Code eintragen.
  2. Als Art Prozent oder Euro-Betrag wählen und einen sinnvollen Wert eingeben. Prozentwerte im Bereich 0 bis 100 halten.
  3. Aktiv einschalten und Sichern wählen.
  4. Den Code im Checkout über Einlösen prüfen. Groß- und Kleinschreibung werden bei der Codesuche nicht unterschieden.

Ein fester Rabatt wird höchstens bis zur Artikel-Zwischensumme abgezogen. Prozentwerte werden auf diese Zwischensumme angewendet. Das Trinkgeld wird separat addiert. Ein gespeicherter Code bleibt verwendbar, bis er deaktiviert oder gelöscht wird: keine Ablaufdatum-, Guthaben- oder Einmalnutzungsverwaltung. Mitgelieferte Beispielcodes vor Eröffnung prüfen und gegebenenfalls deaktivieren.

9.2 Zusatzverkauf einrichten

Verwaltung → Zusatzverkauf → Neue Regel

Unter Wenn Name enthält einen Teil eines Artikelnamens eintragen, bei Frage den Kundentext und unter Anbieten aus die passende Kategorie oder Dips wählen. Aktivieren und sichern. Die erste passende aktive Regel wird verwendet; die Prüfung unterscheidet keine Groß- und Kleinschreibung.

Der Vorschlag erscheint im derzeitigen Ablauf nach dem direkten Hinzufügen eines Artikels ohne Optionen. Nach einem Produktdetail mit Extras ist die Anzeige nicht überall eingebaut. Die angebotene Kategorie muss verfügbare Artikel enthalten. Die spezielle Dip-Liste ist aktuell fest vorgegeben; Preise und Angebot vor ihrem Einsatz prüfen oder stattdessen eine eigene Kategorie verwenden.

10. Kiosk, Ruhebildschirm und mehrere Geräte

10.1 Einstellungen für den Kundenablauf

Verwaltung → Kiosk

  • Auto-Reset: 5 bis 120 Sekunden bis zum Zurücksetzen nach einer bestätigten Bestellung. Dies ist nicht die allgemeine Inaktivitätszeit.
  • Trinkgeld abfragen: zeigt die Auswahl im Checkout an oder blendet sie aus.
  • Tischnummer abfragen: zeigt bei Hieressen ein optionales Tischfeld.
  • Gastronomie: Außer-Haus: schaltet die Wahl „Hier essen / Zum Mitnehmen“ frei. Ohne diese Option arbeitet der Checkout mit Hieressen.

Bei aktiviertem Außer-Haus-Modus werden bei Mitnehmen die Einzelpreise anhand der hinterlegten unterschiedlichen Steuersätze mit gleichem Nettobetrag neu berechnet. Dadurch kann sich der für Kunden angezeigte Bruttopreis ändern. Es ist keine bloße Änderung der Steuerzeile. Vor Freigabe prüfen, ob dieses Preisverhalten deiner Kalkulation entspricht.

10.2 Ruhebildschirm / Werbung

Unter Ruhebildschirm die Funktion einschalten, die Wartezeit von 15 bis 600 Sekunden wählen und über Werbebild laden / ändern ein eigenes Motiv auswählen. „Auf Standardbild zurücksetzen“ stellt das mitgelieferte Motiv wieder her. Beim Berühren des Ruhebildschirms beginnt eine neue Bestellung; ein noch offener Warenkorb wird dabei verworfen.

Die Ruhefunktion ist in Verwaltung und Mitarbeiteransicht ausgesetzt. Während Zahlungen kann sie nach dem aktuellen Stand weiterhin relevant werden. Bis ein störungsfreier Ablauf einschließlich langer Zahlungen bestätigt ist, den Ruhebildschirm für solche Abläufe ausschalten. Nach App-Unterbrechungen stets zuerst den Zahlungsstatus prüfen.

10.3 Weitere iPads im Betriebsnetz

OrderPoint sucht automatisch nach anderen OrderPoint-Geräten und verbindet sie im lokalen Netz. Es gibt derzeit keinen gesonderten Kopplungscode. Nutze deshalb ein kontrolliertes Betriebsnetz und verbinde keine fremden OrderPoint-Installationen. In Sync & Auswertung werden verbundene Gerätenamen angezeigt.

Wird übertragenSeparat pro Gerät prüfen
Produkte und eigene Produktbilder, Kategorien, Firmenprofil, Markentexte und Akzentfarbe, Bestellungen und Status, Rabattcodes, ZusatzverkaufsregelnPINs, Kiosk-/Ruheeinstellungen, Drucker, Zahlungs- und TSE-Konfiguration; Logo und Werbebild

Gib den iPads in den Systemeinstellungen eindeutige Namen. Änderungen möglichst an einem festgelegten Verwaltungsgerät durchführen. Prüfe nach dem Verbinden Artikel, Bilder und eine Statusänderung auf beiden Geräten. Gleichzeitige Änderungen können sich überschreiben; Synchronisation ist keine versionierte Sicherung.

Der aktuelle Stand hat keine zentrale Vergabe der Bestellnummern und überträgt die Kassenkennung im gemeinsamen Firmenprofil. Mehrere gleichzeitig kassierende Geräte benötigen daher vor produktiver Nutzung eine abgestimmte Lösung für eindeutige Kassen, Client-Zuordnung und Belegnummern.

11. Vor Eröffnung: vollständiger Abnahmetest

Teste die gesamte Kette am vorgesehenen Einsatzort. Ein grüner Schalter allein reicht nicht aus. Echtes Kassieren erst nach geklärtem Funktionsstand und Betriebsverfahren freigeben.

  • Beide Standard-PINs geändert und neue Zugänge auf jedem Gerät geprüft.
  • Beispiel-Firmendaten ersetzt, Kassenkennung und fiskaly-Client korrekt zugeordnet.
  • Eigene Artikel, Bilder, Preise, verfügbare Kategorien und Allergenangaben kontrolliert.
  • Hieressen/Mitnehmen, Kombis, Extras, Rabatt und Trinkgeld mit Papierbeleg abgeglichen.
  • Zettle am richtigen Händlerkonto angemeldet, Leser erreichbar, echte Zahlung im Konto bestätigt.
  • Abgebrochene Kartenzahlung geprüft: kein neuer Bestell-/Bonabschluss in OrderPoint.
  • Produktive TSS und Client-ID geprüft; echte Signatur im Anbieterzugang und auf dem Beleg nachvollzogen.
  • Jede Druckerstation physisch getestet; Verfahren bei Papier- oder Netzwerkausfall festgelegt.
  • Ausgabestatus auf den vorgesehenen Geräten getestet.
  • Belegarchiv, Export, Sicherung, Storno und echte Rückzahlung als Betriebsverfahren geklärt.

Die Checkliste ersetzt keine Abnahme der offenen Punkte aus Kapitel 18. Gerade fiskalische Aufzeichnung, Nachdruck und Rückzahlung müssen vor Freigabe belastbar sein.

12. Kunden bestellen und bezahlen

  1. Auf der Startseite eine Kategorie wählen, beispielsweise Speisen oder Getränke.
  2. Die Karte durchsuchen; bei Speisen gegebenenfalls die Gruppenfilter verwenden.
  3. Einen Artikel mit Plus hinzufügen. Artikel mit Auswahlmöglichkeiten öffnen die Detailansicht.
  4. In der Detailansicht angebotene Varianten oder kostenpflichtige Extras wählen, Menge mit Plus/Minus setzen und In den Warenkorb tippen. Beachte die Einschränkung kostenloser Anpassungen in Kapitel 7.
  5. Warenkorb kontrollieren. Plus und Minus ändern die Menge, Minus bei einem Stück entfernt die Position. Im Checkout steht zusätzlich ein Papierkorb bereit.
  6. Bezahlen öffnen. Mit Weitere Artikel hinzufügen kann die Karte erneut geöffnet werden.
  7. Falls aktiviert, Hier essen oder Zum Mitnehmen wählen und optional die Tischnummer eingeben.
  8. Falls aktiviert, kein Trinkgeld, 5 Prozent, 10 Prozent oder einen freien Betrag wählen. Die Prozentwerte beziehen sich derzeit auf die Artikel-Zwischensumme vor Rabatt.
  9. Einen Rabattcode bei Bedarf eingeben und ausdrücklich Einlösen wählen. Kontrolliere die Meldung und den Abzug.
  10. Zahlungsart auswählen, Gesamtbetrag prüfen und den Bezahlvorgang bestätigen. Bei Karte den Anweisungen des Lesers folgen. Bei Bargeld den festgelegten Personalablauf einhalten.
  11. Die Bestätigung abwarten. Danach Bestellnummer merken, gegebenenfalls Bons ansehen öffnen und mit Neue Bestellung abschließen. Ansonsten führt der eingestellte Countdown zur Startseite zurück.

Die Bestellbestätigung bedeutet nicht automatisch, dass der Drucker tatsächlich Papier ausgegeben hat. Der betriebliche Ablauf muss Zahlung, Bestellung, Signatur und Ausdruck zusammen prüfen.

Zahlung abgebrochen oder unklar

Beim fehlenden Erfolg der Karten-API erscheint Zahlung abgebrochen. Dieser Pfad erzeugt keinen neuen Bon und keine neue Bestellung. Mit „Nochmal versuchen“ zurückkehren oder „Bestellung verwerfen“ wählen. Bei unklarem Status zuerst im Zettle-Konto prüfen, bevor erneut kassiert wird. Eine App-Unterbrechung kann einen bereits beim Anbieter verarbeiteten Zahlungsvorgang nicht rückgängig machen.

13. Bestellungen vorbereiten und ausgeben

Über das Schloss auf der Startseite mit der Mitarbeiter-PIN anmelden. Alternativ als Administrator Bestellungen (Ausgabe-Modus) öffnen.

Die Übersicht zeigt Bestellnummer, Uhrzeit, Verzehrart, gegebenenfalls Tisch, Zahlart, Betrag, Artikel und übertragene Extras. Der reguläre Ablauf lautet:

Neu → In Zubereitung → Fertig → Abgeholt

  1. Eine neue Bestellung prüfen und über den nächsten Status in die Zubereitung übernehmen.
  2. Nach vollständiger Vorbereitung auf Fertig setzen.
  3. Bei Übergabe die Bestellnummer und gegebenenfalls den Tisch abgleichen; anschließend Abgeholt wählen.

Abgeholte Bestellungen sind in der Standardansicht ausgeblendet. Im Drei-Punkte-Menü mit Abgeholte anzeigen wieder einblenden. Zurück auf Neu setzt den Bearbeitungsstatus zurück; es erstattet kein Geld und hebt kein Storno auf.

„Abgeholte entfernen“ löscht gespeicherte Bestellungen. Darunter können auch Stornoeinträge sein. Im Echtbetrieb nicht als Aufräumroutine benutzen: Die Datensätze fehlen anschließend in Auswertung und Export. Ausblenden über die Ansicht ist die passende alltägliche Bedienung.

14. Nachdruck, Storno und Geldrückzahlung

14.1 Nachdruck

In der Bestellübersicht das Druckersymbol wählen. Die App baut Druckaufträge aus der gespeicherten Bestellung und der aktuellen Konfiguration neu auf und zeigt eine Vorschau. Dabei können erneut Aufträge für Küche, Ausgabe und Kundenbeleg entstehen.

Aktuelle Einschränkung: Ein späterer Nachdruck ist keine unveränderte Kopie des Originalbelegs. Ursprüngliche Signaturdetails, vollständige Kombi-Aufteilung und Rabatt-/Trinkgelddetails sind nicht vollständig im Bestelldatensatz abgelegt. Er ist daher kein Ersatz für ein gesichertes Originalbelegarchiv. Ein Storno-Nachdruck ist ebenfalls nicht als verlässliche Originalkopie freigegeben.

14.2 Voll-Storno

Die Schaltfläche Storno bietet die Rücknahme der gesamten Bestellung; einzelne Positionen lassen sich darüber nicht zurücknehmen. Im Dialog steht aktuell „stornieren & erstatten“. Diese Beschriftung bedeutet keine automatische Kartenrückzahlung.

Bei Bestätigung versucht die App mit einer aktiven TSE eine negative Gegenbuchung. Scheitert diese Signatur, wird der Vorgang abgebrochen. Nach einer Buchung wird das Original als storniert markiert und ein eigener negativer Datensatz mit Bezug zur ursprünglichen Nummer angelegt.

Für reale Erstattungen noch nicht vollständig freigegeben. Ohne aktive TSE kann der Ablauf dennoch buchen; die Erfolgsmeldung beweist dann keine Signatur. Stornopositionen und Steuerzeilen können noch positiv dargestellt werden, obwohl die Gesamtsumme negativ ist. Auch der tatsächliche Ausdruck wird nicht bestätigt. Diese Punkte vor einem produktiven Stornoeinsatz korrigieren beziehungsweise mit der Betreuung klären.

14.3 Tatsächliches Geld zurückgeben

OrderPoint ruft derzeit keine Zettle-Refund-API auf. Eine Kartenrückzahlung muss separat im dafür vorgesehenen Anbieterprozess zur ursprünglichen Zahlung erfolgen und kontrolliert werden. Bei Barzahlung die Auszahlung organisatorisch dokumentieren. Nicht allein auf Wörter wie „Erstattung“, einen negativen App-Betrag oder einen gedruckten Stornotitel vertrauen. Immer Zahlungsbeleg, Originalbestellung und Gegenbuchung eindeutig zuordnen und Doppelrückzahlungen vermeiden.

15. Umsatz und CSV-Export

Verwaltung → Sync & Auswertung → Umsatz & Auswertung

Die Zeiträume Heute, 7 Tage und 30 Tage zeigen Umsatz, Anzahl gespeicherter Einträge und durchschnittlichen Bonwert. Zusätzlich gibt es eine Aufteilung nach Zahlart und, bei längeren Zeiträumen, nach Tagen. Verbundene Geräte tragen ihre synchronisierten Bestellungen zur lokalen Datengrundlage bei.

  1. Den gewünschten Zeitraum wählen.
  2. CSV erzeugen antippen.
  3. Über Teilen / Sichern die Datei an den vorgesehenen sicheren Ablageort exportieren.
  4. Die gespeicherte Datei öffnen und Zeitraum, Anzahl und Inhalt kontrollieren. Nicht nur die temporäre Exportdatei in der App belassen.

Der CSV-Export enthält je Artikel unter anderem Belegnummer, Datum, Zeit, Modus, Tisch, Zahlart, Menge, Einzelpreis und Steuersatz. Er verwendet Semikolon als Trennzeichen und Komma für Dezimalzahlen. Die Belegsumme steht bei jeder Artikelzeile derselben Bestellung; sie darf beim Auswerten nicht mehrfach addiert werden.

Grenzen: Stornoeinträge fließen mit negativem Gesamtbetrag, aber aktuell nicht entsprechend negativen Positionswerten ein. Rabatte, Trinkgeld und Kombi-Steuern sind nicht vollständig einzeln rekonstruierbar. Die Bestellanzahl zählt auch Storno-Datensätze; der Durchschnitt ist kein bereinigter Verkaufskennwert. Gelöschte Bestellungen fehlen in allen Auswertungen.

Die CSV dient der eigenen Auswertung. Sie ist kein offizielles DSFinV-K-Paket, kein vollständiges TSE-Archiv und kein eigener Tagesabschluss mit Kassensturz. Für die verbindliche Buchhaltung den abgestimmten Export- und Archivierungsweg verwenden.

16. Tagesstart, Tagesende und Datensicherung

Vor Öffnung

  • Strom, WLAN und Internet sowie Uhrzeit prüfen.
  • Drucker einschalten, Material und Papierausgabe kontrollieren.
  • Kartenleser laden, richtiges Händlerkonto und Betriebsbereitschaft prüfen.
  • Aktive produktive TSE-Konfiguration und offene Störungsmeldungen kontrollieren.
  • Ausverkaufte Artikel deaktivieren; Preise und Tagesangebot kontrollieren.
  • Ausgabeansicht auf den zuständigen Geräten öffnen.

Während des Betriebs

Unklare Zahlungen nicht wiederholen, bevor ihr Anbieterstatus geklärt ist. Bei Druckproblemen zuerst die vorhandene Bestellung prüfen und nicht neu kassieren. TSE-Fehler, Ausfälle und erforderliche Korrekturen nachvollziehbar dokumentieren. Änderungen an Zugangsdaten und Kassenkonfiguration möglichst außerhalb des Verkaufs durchführen.

Nach Betriebsschluss

  • Offene Bestellungen und tatsächliche Übergaben abgleichen.
  • App-Zahlarten mit Zettle-Transaktionen sowie realem Bargeldbestand vergleichen.
  • Stornos und tatsächlich erfolgte Rückzahlungen einzeln zuordnen.
  • Gewünschte CSV exportieren und die gesicherte Datei kontrollieren.
  • Originalbelege, TSE-Daten und sonstige Aufzeichnungen über das vereinbarte Archivverfahren sichern.
  • Eine vollständige Gerätesicherung und ein erprobtes Wiederherstellungsverfahren sicherstellen.

OrderPoint hat derzeit keinen eigenen vollständigen Backup-/Wiederherstellungsdialog. CSV und WLAN-Sync ersetzen kein Backup. App-Löschen, Gerätewechsel oder Zurücksetzen erst nach einer überprüften Sicherung mit der Betreuung durchführen. Geheimnisse wie API-Secret und PUK gehören getrennt in eine geschützte Ablage.

Shop löschen und Standardbestände

Ganzen Shop löschen verlangt die Admin-PIN. Es entfernt Artikel, Bestellungen/Umsätze, Gutscheine und Zusatzverkaufsregeln; Kategorien werden auf Standard gesetzt. Firmenprofil, TSE-/Zahlungseinstellungen, Drucker und Design bleiben bestehen. Ein Neustart kann leere Artikelbestände wieder mit Demoartikeln füllen. Diese Funktion ist daher kein sicherer Betriebsabschluss und keine Archivierung. Änderungen können sich zudem auf verbundene Geräte auswirken.

17. Fehlerhilfe

ProblemWas du prüfen solltest
1234 oder 0000 funktionieren nichtDie PIN wurde möglicherweise geändert. Internen Administrator fragen; keine Daten durch Neuinstallation riskieren.
Firmenprofil lässt sich nicht sichern / Abschluss blockiertName, Straße, PLZ, Ort und Kassen-Seriennummer vollständig eingeben. Danach sichern.
Kartenzahlung fehlt„Kartenzahlung eingeschaltet“ und „Angebunden“, gespeicherte Konfiguration, eingebautes SDK und EUR prüfen. Bei „SDK fehlt“ benötigst du eine passende App-Version.
Leser oder Anmeldung funktionieren nichtZettle-Einstellungen öffnen, richtiges Konto, Leserladung, Bluetooth, Berechtigungen und Internet prüfen. Nach Kontoänderungen App neu starten.
Zahlung abgebrochen / App wurde unterbrochenVor erneutem Versuch im Anbieter-Konto nach der Transaktion suchen. Referenz und Uhrzeit aus einer Meldung für die Klärung notieren.
fiskaly-Login schlägt fehlZusammengehöriges Key/Secret-Paar, Groß-/Kleinschreibung, Umgebung, Organisation, Endpoint und Internet prüfen. Secret nicht öffentlich senden.
TSS-/Client-Einrichtung scheitertGenauen Schritt und Fehler notieren. Vor erneutem Anlegen prüfen, ob beim Anbieter bereits Ressourcen existieren.
Testbeleg statt ProduktivsignaturTEST- und LIVE-Daten nicht mischen. Produktive Zugangsdaten, passende IDs und beide Aktivierungsschalter prüfen.
TSE-FEHLER nach ZahlungZahlung nicht wiederholen. Vorgang und Störung dokumentieren, Signaturstatus beim Anbieter klären und betriebliche Ausfallregel anwenden.
Vorschau vorhanden, kein PapierEchte IP, Port, Druckertyp, Station, Online-Schalter, Anschluss, Material und Netzwerkerreichbarkeit prüfen. Testdruck physisch kontrollieren.
Falscher Drucker / doppelte AusdruckeStationen, Reihenfolge der Hauptdrucker und Ersatzdrucker prüfen. Ein Nachdruck kann alle Stationen erneut bedienen.
Artikel fehlt„Verfügbar“, richtige Kategorie, noch vorhandene Kategorie und aktive Gruppenfilter kontrollieren.
Bild fehlt oder falsches Demobild erscheintEigenes Foto im Produkteditor neu auswählen und sichern. Bei mehreren Geräten Bildübertragung prüfen. Demobilder sind nur ein Fallback.
„Ohne …“ kommt nicht in der Küche anBekannte Grenze kostenloser Mehrfach-Anpassungen. Wunsch direkt mit dem Personal abstimmen; nicht auf die Auswahl allein verlassen.
Mitnehmen ist billiger als HieressenAußer-Haus-Modus rechnet bei unterschiedlichen Steuersätzen mit gleichbleibendem Netto um. Kalkulation und Produktsteuern prüfen.
Geräte sehen sich nichtApp auf beiden öffnen, Betriebsnetz und lokale Netzwerkberechtigung prüfen; keine WLAN-Client-Isolierung. PINs und Drucker werden nicht synchronisiert.
Bestellungen fehlen in AuswertungZeitraum, Datum/Uhrzeit, Geräteverbindung und mögliche Löschungen prüfen. Gelöschte Daten lassen sich nicht aus der Ansicht zurückholen.
Abo-Freischaltung erscheintApple-Konto, Internet und das tatsächliche App-Store-Angebot prüfen. Bereits gekauftes Abo über „Kauf wiederherstellen“ abgleichen.

Für Support bereithalten: App-Version, iPad-Modell/iPadOS, Zeitpunkt, Bestellnummer, genaue Fehlermeldung und betroffener Drucker/Leser. Zugangsschlüssel, Secrets, PINs, PUK und Zahlungsdaten vor einer Weitergabe entfernen oder schwärzen.

18. Funktionsstand und offene Voraussetzungen

Diese Anleitung beschreibt den geprüften Projektstand vom 24. Oktober 2026. Sie ist keine Bestätigung, dass eine veröffentlichte App-Version bereits alle Voraussetzungen für deinen konkreten Echtbetrieb erfüllt.

BereichStand / praktische Konsequenz
ZettleEchte Kartenbelastung integriert; bei fehlender Erfolgsbestätigung kein neuer Bestellabschluss. Echte Kartenrückzahlung aus OrderPoint fehlt.
BargeldKeine automatische Eingangskontrolle. Nur mit kontrolliertem Personalablauf einsetzen.
TSEfiskaly SIGN DE direkt angebunden. Ohne aktive TSE und bei Signaturfehlern ist der Ablauf nicht durchgängig gesperrt. Ausfallverfahren und vollständige Aufzeichnung gesondert klären.
Archiv / NachdruckKeine vollständige, unveränderliche Originalbelegablage im Bestelldatensatz. Späterer Nachdruck rekonstruiert Daten und ersetzt kein Originalarchiv.
Voll-StornoKeine Teilrücknahme, keine Karten-Refund-API; negative Positionen, Steuern, Signatur-/Druckmeldung und Kombi-Rekonstruktion noch klärungsbedürftig.
CSVAuswertungsexport; kein vollständiges DSFinV-K-Paket. Löschfunktionen können die Datengrundlage entfernen.
Mehrere KassenLokaler automatischer Sync; keine zentrale Belegnummernvergabe, Firmenprofil inklusive Kassenkennung gemeinsam. Produktive Kassenzuordnung vorher lösen.
RuhebildschirmKeine gesicherte Aussetzung während laufender Zahlungen. Lange Zahlungsabläufe mit deaktivierter Ruhefunktion prüfen.
Extras / DipsBurger-Optionen und spezielle Dip-Liste fest vorgegeben. Kostenlose Mehrfach-Anpassungen werden derzeit nicht zuverlässig weitergegeben.
DruckESC/POS über TCP und AirPrint vorhanden. Keine bestätigte Papierausgabe, kein allgemeiner Bluetooth-Druck und kein zugesicherter nativer scanbarer TSE-QR.

Vor einem produktiven Kassenbetrieb müssen die dafür relevanten offenen Punkte behoben beziehungsweise durch ein geprüftes, zulässiges Gesamtverfahren abgedeckt sein. Diese Anleitung kann fehlende Softwarefunktionen nicht ersetzen.

Abo und Freischaltung

Die vorgesehene App-Store-Version verwendet eine Abo-Freischaltung. Maßgeblich sind die im Apple-Kaufdialog angezeigten Preise, Laufzeiten und tatsächlich verfügbaren Einführungsangebote; eine kostenlose Testphase ist nicht für jedes Konto pauschal zugesichert. „Kauf wiederherstellen“ gleicht bestehende Käufe ab. Ein Abo wird über das Apple-Konto verwaltet. fiskaly-Vertrag, Händlergebühren und Hardware sind davon getrennt.

Zu dieser Anleitung

Die Bedienwege wurden anhand der Kundenansichten, Verwaltung, Zahlungs-, TSE-, Druck-, Sync-, Bestell- und Auswertungslogik des Projekts abgeglichen. Einzelne ältere Hilfetexte in der App können vom aktuellen Verhalten abweichen. Nach Funktionsänderungen muss diese Anleitung aktualisiert werden. Speichere deine echten Zugangsdaten niemals in dieser öffentlich vorgesehenen Anleitung.